Böhme. Eine deutsch-deutsche Handballgeschichte

Werkstatt-Verlag
Hardcover / 256 Seiten
2. Auflage 2009
ISBN: 978-3-89533-604-1

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Die bewegende Geschichte vom Fall eines großen DDR-Stars

Wolfgang Böhme verkörperte im Handball der siebziger Jahren absolute Weltklasse. Der Rostocker war langjähriger Kapitän der DDR-Auswahl, mit der er 1974 Vizeweltmeister wurde. Kurz vor den Olympischen Spielen 1980 verschwindet das Sportidol plötzlich aus der Öffentlichkeit. Während sein Team die Goldmedaille gewinnt, wird Böhme aufgrund einer (unbegründeten) Stasi-Denunziation vom System verstoßen. Sogar aus den Zeitungsarchiven werden seine Fotos entfernt. Diese Biografie gründet auf dem Tagebuch Böhmes, das er seit seiner Jugend führte. Sie erhellt zugleich die politischen Absurditäten im DDR-Sport und schildert zugleich die damals hochklassigen, politisch brisanten deutsch-deutschen Handballduelle.

 

Gefeiert als „Bestes Buch zum Sport Handball“

(Johannes Aumüller/Jürgen Schmieder in Sport – Das Buch, 2014)

 

Erst jetzt wird Böhmes Geschichte erzählt, die Geschichte eines Verfemten. In seiner Autobiografie zeichnet der Buchautor und Journalist Erik Eggers empatisch die Karriere eines Kaderathleten nach, der sein privilegiertes Leben in vollen Zügen genießt und plötzlich erlebt, wie ein kontrollwütiger Staatsapparat ihn zerreibt. Eggers greift bei seiner Spurensuche auf die Tagebuchaufzeichnungen Böhmes zurück, der heute in der Schweiz lebt. Eher am Rande kommt dabei auch ein bislang gut gehütetes Geheimnis zum Vorschein – auch die Handballnationalspieler der DDR schluckten die verbotenen Muskelpillen Oral-Turinabol.

Der Spiegel

 

Warum schreiben westdeutsche Sportjournalisten eigentlich so gern über ehemalige DDR-Sportler? „Weil diese Geschichten oft fremd und vor allem viel spannender sind als die Biographien von westdeutschen Sportlern“, sagt Wolfgang Böhme. Der ostdeutsche Handballspieler hat selbst so eine Geschichte erlebt und diese Erik Eggers erzählt. Der (west-)deutsche Sportjournalist hat sie chronologisch aufgeschrieben, dabei ein detailliertes Sittengemälde des DDR-Sportsystems entworfen – und daraus ein gutes Buch gemacht. (…) Das Buch, das Erzählen seiner Geschichte, war sehr wichtig für ihn, sagt er (Böhme). Lesen sollten es auch andere.

FAZ

 

Im Februar 2007 traf Wolfgang Böhme auf einer Veranstaltung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur den Sportjournalisten Erik Eggers. Sie lernten sich schätzen und schrieben zusammen ein bewegendes Buch, das nicht nur Biografie ist, sondern ein eindringliches Sittengemälde des DDR-Sports.

Berliner Zeitung

 

Aufbauend auf Böhmes Tagebuch, hat Erik Eggers eine beeindruckende Biografie verfasst. Sie erhellt zugleich die politischen Absurditäten im DDR-Sport und schildert die damals hochklassigen deutsch-deutschen Handballduelle. Eine Biografie, die wegen ihrer Eindringlichkeit schlicht weg erschütternd ist. Ein Muss!

Ibbenbührer Volkszeitung

 

Was Böhme für Handballhistoriker so interessant macht, ist das Tagebuch, das er lange geführt hat. Dieses Tagebuch zählt zu den vielleicht spannendsten Quellen zur deutschen Handballgeschichte – weil Böhme darin auf sehr private Weise seinen Werdegang alsLeistungshandballer erzählt. Alle Etappen seines Aufstiegs sind hier penibel notiert.

Ostsee-Zeitung, Rostock

 

Der 58-jährige Böhme lebt heute mit seiner Familie in der Schweiz, er arbeitet nahe Basel als Sportlehrer und Trainer einer erfolgreichen Jugendmannschaft. Und er ist glücklich, dass sie endlich aufgeschrieben ist: seine Geschichte, die gleichzeitig soviel über den DDR-Handball erzählt.

Handball-Magazin

 

Aufbauend auf Böhmes Tagebuch hat Erik Eggers eine beeindruckende Biografie verfasst.

handballecke.de

 

Eine absolut spannende und Interessante Geschichte, die mehr als 15 Jahre nach der Wende schon fast unglaublich klingt. Wolfgang Böhme hat, für einen Mann ungewöhnlich, Tagebücher geschrieben, aus denen Erik Eggers eine tolle Biografie über den in der DDR 1980 „ausdelegierten“ Handballstar geschrieben. Viel Spaß beim Lesen. Es lohnt sich!

literaturschock.de

 

Erik erzählt detailliert und bewegend vom Aufstieg und Fall des einstigen DDR-Sportidols, lässt viele deutsch-deutsche Duelle in den Handball-Hallen Revue passieren und berichtet unaufgeregt auf Grundlage von Böhmes Tagebuch auch über Doping-Praktiken im DDR-Handball.

Tagesspiegel

 

Wieland Schmidt, Frank Wahl, Klaus Gruner, Ingolf Wiegert, Dietmar Schmidt, Peter Rost..waren in der ehemaligen DDR die Handball Stars in den 80-igern. Der Olympiasieg 1980 hatte Sie zu Helden gemacht. Ein Name fehlte: Wolfgang Böhme. Der breiten Bevölkerung war es egal und sie bemerkte nicht, was geschehen war. Aber was geht in einem Sportler vor, der um seine Träume betrogen wird? Ein sehr bewegendes Buch über das wohl brisanteste Stück deutscher Sportgeschichte inmitten des „kalten Krieges“ und im Rahmen einer faszinierenden Sportart. Ein authentisches Zeitdokument aus der wohl erfolgreichsten Zeit des deutschen Handballs. Das Buch zeigt unglaublich detailliert die Zustände im ostdeutschen, perfekt organisierten Sportsystem. Sowohl aus der Vogelperspektive:

– die politische Motivation im Kampf der Systeme
– das „Oben“ und „Unten“ im von außen oft beschriebenen „Gleichmacherstaat“
– die Ohnmacht des Einzenden in einem diktatorischen Syste

als auch aus den Gedanken und Träumen eines DDR Jugendlichen. Vor allem den wahren Motiven eines DDR Leistungssportlers hinter all den staatlich verordneten Phrasen, wie sie oft zu lesen waren. Ein beeindruckendes Buch, deren Quelle nicht Geschichtsbücher sind, sondern das Tagebuch eines DDR Jugendlichen. Das erste Mal, dass ich ein Buch in 2 Tagen durchgelesen habe.

Von Rüdiger Traub am 4. Mai 2008 (bei Amazon)
5.0 von 5 SternenDeutsche Sportgeschichte im Rahmen einer faszinierenden Sportart