Siegen um jeden Preis

Werkstatt-Verlag
Paperback / 448 Seiten
1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-7307-0077-8

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Die vieldiskutierte Studie der Berliner Humboldt-Universität liegt jetzt erstmals vollständig vor. Wie wurde im westdeutschen Sport der siebziger und achtziger Jahre gedopt? Dazu gibt diese Untersuchung fundierte Einblicke. Die Autoren belegen mithilfe zahlreicher Dokumente und Zeitzeugeninterviews: Es existierte ein systemisches Zusammenwirken führender Sportmediziner und Sportfunktionäre, obwohl ihnen die Gefahren des Dopings bekannt waren. Dopingbekämpfung wurde verhindert, auf Dopingverweigerer Druck ausgeübt. Die Finanzierung der anwendungsorientierten Dopingforschung erfolgte auch durch ein dem Bundesinnenministerium unterstelltes wissenschaftliches Institut und damit aus öffentlichen Mitteln. Auch durch die Diskussion ethischer und rechtlicher Aspekte bietet die Studie eine völlig neue Sicht auf die westdeutsche Dopingpraxis.

„Die Studie entwirft ein Szenario, dessen Dichte und Plausibilität Drehbuchreife besitzt.“
Süddeutsche Zeitung

„Das deutsche Volk hat diese Studie jetzt anscheinend gebraucht, um aufgerüttelt zu werden.“
Dopingforscher Werner Franke

»›Der Bericht war nicht das, was wir in Auftrag gegeben hatten‹, sagte Innenminister Hans-Peter Friedrich. ›Deshalb wollten wir ihn nicht veröffentlichen.‹«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Michael Reinsch

»Spitzer und Kollegen beschreiben die Studie als herausragendes Fallbeispiel.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Michael Reinsch

»Wehe den Forschern, die es sich erlauben, aus den Quellen, die sie zusammentragen, den Schluss zu ziehen, dass Doping fester Bestandteil des Sportsystems war.«
Taz – Die Tageszeitung, Andreas Rüttenauer